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Datteln

Fakten

 

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:Münster
Kreis:Recklinghausen
Einwohner:6.297 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte:549 Einwohner je km²
Postleitzahl:45711
Vorwahlen:0 23 63
Kfz-Kennzeichen:RE
Stadtgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung:Genthiner Str.8
Bürgermeister: Wolfgang Werner (parteilos, ehemals SPD)

Geographische Lage:

 

Nördlichster Punkt: 51° 43,3´ nördl. Breite
Südlichster Punkt: 51° 36,9´ nördl. Breite
Westlichster Punkt: 7° 14,3´ östl. Länge
Östlichster Punkt: 7° 25,4´ östl. Länge
Ausdehnung nach Nord-Süd: 11,9 km
Ausdehnung nach Ost-West: 12,7 km

 

Höhenlage:

Höchster Punkt: 109,5 m über NN
Tiefster Punkt: 38,0 m über NN

 

Fläche insgesamt:
6.608 ha

davon
- Landwirtschaftsfläche: 3.479 ha (53%)
- Gebäude- und Freifläche: 851 ha
- Betriebsfläche: 49 ha
- Erholungsfläche: 102 ha
- Verkehrsfläche: 388 ha
- Wald: 1.366 ha (20%)
- Wasserfläche: 324 ha (5%)
- Sonstige Fläche: 49 ha

 

Geographie

 

Die Stadt Datteln liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.Sie grenzt südwestlich an den Wesel-Datteln-Kanal und der Lippe, die die Grenze zum Münsterland bildet. Nordwestlich liegt der Naturpark Hohe Mark mit der Haard.

 

 

Nachbarstädte

  • norden: Olfen
  • nordöstlich: Selm
  • osten: Waltrop
  • süden: Castrop-Rauxel,Recklinghausen
  • westen: Oer-Erkenschwick, Haltern am See.

 

Gemeinsam mit Waltrop und Oer-Erkenschwick bildet Datteln inoffiziell die Region Ostvest.

 

Zur Stadt Datteln gehören 4 Dörfer: Nordwestlich von Datteln liegt das Dorf Ahsen, südwestlich Hagem und die Freiheit Horneburg und im Süden Meckinghoven. Es gibt auch diverse Bauernschaften, zum Beispiel Pelkum, Natrop, Bockum, Klostern und Hachhausen.

Geschichte


Erstmalig erwähnt wurde Datteln 1147 in einem Schreiben von Papst Eugen III.

Datteln entwickelte sich im Mittelalter zu einem der größten Kirchspiele des Vests Recklinghausen. Keimzelle der Stadt ist die Kirchengemeinde St. Amandus.

Aus Höfen, die in dieser Zeit von Grundherren als Lehen vergeben wurden, entwickelten sich im Laufe von Jahrhunderten ca. 100 selbständige Höfe. Datteln war dadurch sehr von Landwirtschaft geprägt, obgleich auch das Handwerk zu florieren begann; so wies Datteln zu dieser Zeit etwa folgende Handwerksbetriebe auf:

* Leinen- und Wollweberei
* Seilerei
* Stellmacherei
* Stielmacherei
* Stuhlmacherei
* Holzschuhmacherei

Schließlich ging zur Jahrhundertwende der Ausbau des Wasserstraßennetzes voran. So wurde am 11. August 1899 der Dortmund-Ems-Kanal von Kaiser Wilhelm II. freigegeben. 1914 geschah dies mit dem Datteln-Hamm-Kanal und der Anbindung an den Rhein-Herne-Kanal. 1930 wurde auch der Wesel-Datteln-Kanal Bestandteil des nun größten Kanalknotenpunktes Europas.

Etwa im selben Zeitabschnitt stieg die Einwohnerzahl nach der Eröffnung der Zeche Emscher-Lippe im Jahre 1906 von rund 3.500 (zur Jahrhundertwende) auf etwa 20.000 (1920) an. Aus dieser Entwicklung resultierte die Gründung der Krupp'schen Beisenkampsiedlung.

1928 erhielt Datteln vom Preußischen Staatsministerium die Erlaubnis, ein Wappen zu führen, welches bis heute das Stadtwappen darstellt.

1936 bekam Datteln aufgrund von Größe, wirtschaftlicher Bedeutung, Verkehrslage und kulturellen wie auch sozialen Einrichtungen das Recht, sich „Stadt Datteln" nennen zu dürfen.

Nach teils verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und Sprengung aller Brücken wurde schon im Jahre 1946 ein Erholungsheim für Bergmannskinder eröffnet, welches später die Vestische Kinderklinik werden sollte. 28 Jahre später, also 1974, wurde der Krankenhausschwerpunkt Dattelns mit der Neueinweihung des St. Vincenz-Krankenhauses wieder zum Stadkern hin verlagert.

Mit der Ansiedlung des Unternehmens Ruhr-Zink (Zinkelektrolyse) im Jahre 1968 gewann Datteln wirtschaftlich an Stärke und bereits 1971 folgte die Firma Rheinzink, die ein Zinkwalzwerk betreibt.

Mit der Schließung der Zeche Emscher-Lippe ging 1972 Dattelns Bergbautradition vorläufig zu Ende. Sie keimte aber im Jahr 1983 wieder auf, als der Schacht An der Haard 1 in Betrieb genommen wurde. Er wurde 2001 stillgelegt.

 

Politik

 

Zum Rat der Stadt gehören 38 Ratsfrauen und Ratsherren.

* SPD 17 Sitze
* CDU 13 Sitze
* Grüne 3 Sitze
* FDP 2 Sitze
* Dattelner Stadt-Partei 3 Sitze

 

Sehenswürdigkeiten

Hermann-Grochtmann-Museum

Alte Postkarte des Dorfschultenhofes

 

Das Museum befindet sich in einem zweihundert Jahre alten Fachwerkhaus, dem sog. Dorfschultenhof. Seit 1936 ist es städtisches Museum. Nach umfassender Renovierung im Jahre 1988 neu eröffnet, sind hier umfangreiche Sammlungen zur Geschichte der Stadt Datteln zu besichtigen.

Das Museum bietet Museumsführungen und Stadtführungen auch für Schulklassen. Am alten Backhaus neben dem Museum wird mehrmals im Jahr bei besonderen Anlässen Steinofenbrot gebacken.

Gleich neben dem Museum, vorbei am Kriegerdenkmal und am Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisstein, befindet sich das Rathaus.

 

Rathaus der Stadt Datteln

 

Alte Postkarte des Dattelner Rathauses

Etwas abseits der Stadt, eingebettet zwischen einer Parklandschaft und dem "Lohbusch"-Wäldchen, befindet sich das Rathaus. Durch den starken Bevölkerungszuwachs zu Beginn des 20. Jh. wurde ein Neubau des Amtshauses erforderlich. Unter Führung des Amtmannes von Bülow wurde zum Preis von 300.000 Mark in den Jahren 1912/13 das imposante neue Amtshaus gebaut.

Rund ums Rathaus ist der Dattelner Baumpfad angelegt: der Urweltmammutbaum z. B. gilt als lebendes Fossil. Er wurde erst im Jahre 1941 in einer unzugänglichen Bergregion in China entdeckt. Zuvor war er der Wissenschaft nur durch Fossilienfunde bekannt. Der Schein-Nadeln tragende Laubbaum wird 30-35m (maximal bis 50m) hoch und erreicht 1-2 m Stammdurchmesser. 

 

St. Amandus-Kirche

Das erste Gotteshaus in Datteln entstand wahrscheinlich im 9. Jh. als kleine Holzkirche. In einer Bulle von Papst Eugen III. vom 17. Juni 1147 ist die Kirche in Datteln erstmals benannt.

Alte Postkarte der Amanduskirche

Der heute noch erhaltene Turm an der Westseite der alten Dorfkirche ist spätestens um 1250 errichtet worden. Leider wurde die Kirche bei dem schweren Luftangriff am 9. März 1945 fast völlig zerstört.

Sehenswert ist das Amanduskreuz aus dem 12. Jh. mit dem 1 m hohen Kruzifix aus Eichenholz, bekleidet mit einer Tunika, die über den Hüften von einem Gürtel zusammengefasst wird. Wie in der romanischen Kunst nicht unüblich, stellte das Werk nicht den leidenden, sondern den triumphierenden Christus dar.

Gleich neben der St. Amandus-Kirche liegt das St. Vincenz-Krankenhaus, heute ein großer moderner Neubau. Bereits am 3. April 1875 wurde unter
Pfarrer Jansen der Grundstein des ersten kleinen Krankenhauses gelegt. Die sehenswerte Emmaus-Kapelle ist stets zugänglich.

 

Tigg

Alte Postkarte vom Tigg



Der Tigg war der Mittelpunkt des alten Dorfes. Der Name Tigg leitet sich möglicherweise von Thing ab, der Gerichts- und Versammlungsstätte.

Auf diesem zentralen Platz versammelten sich ab dem 17. Jh. die Einwohner zu Zusammenkünften, wie Prozessionen, Wochen- und Jahrmärkten. 1980 wurde der Tigg zuletzt neu gestaltet und durch die Fußgängerzone mit dem Neumarkt verbunden.

 

 

Hohe Straße

Alte Postkarte der Hohen Straße




Seit 1981 verbindet die Hohe Straße als Fußgängerzone den Neumarkt mit dem Tigg . Als Einkaufs- und Flaniermeile prägte sie bereits zu Beginn der 50er Jahre das Bild Dattelns. Einige sehr alte Fachwerkhäuser und Häuserfassaden laden zum Betrachten ein. Etliche Fassaden sind mit Ziermotiven aus Backstein dekoriert.

 

Neumarkt

Alte Postkarte des Neumarktes


Im Laufe der Jahre hat sich der Neumarkt zum neuen Mittelpunkt der Stadt entwickelt. Bis Anfang des 20. Jhs. befand sich hier eine Viehweide. Mit wachsender Wohnbebauung im Dattelner Süden und Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke Recklinghausen-Datteln gewann der Platz zunehmend an Bedeutung.

Mittwochs und Samstags findet hier vom
- 1.4. -  30.9 von 8.00 bis 13.00 Uhr
- 1.10. -  30.3. von 8.30 bis 13.00 Uhr
der Wochenmarkt statt.

Rund um den Neumarkt laden viele kleinere und größere Geschäfte zum Bummeln ein.

 

Lutherkirche

Alte Postkarte der Martin-Luther-Lirche

 

Die 1928 erbaute Lutherkirche beeindruckt durch ihre strenge kubische Formgebung und Außenmauern in rustikalem Werkstein. Das steinerne Standbild Martin Luthers empfängt den Kirchenbesucher im Eingangsbereich.

In der Lutherkirche bringt die dreimanualige Orgel mit ihren 33 klingenden Registern zur Wiedergabe barocker Musik die hervorragende Akustik der Kirche zur Geltung. Oft finden hier Konzerte statt, regelmäßig auch die Reihe "Musik zur Marktzeit".

 

Ehrenmal und Rüpingsmühle

Alte Postkarte von Ruepings Mühle

 

Eingebettet in eine beschauliche Parkanlage erhebt sich das Dattelner Ehrenmal. Der 16 m hohe Obelisk ist mit Ruhrsandstein verblendet und umgeben vom Ehrenhof und der nach oben offenen Ehrenhalle.

Der Teich weist auf die Rüpingsmühle hin, bei der einst die Wasserkraft des noch unregulierten Mühlenbaches ein Mühlrad antrieb.

 

 

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